Kirche im Aufbruch

Seelsorge und Caritas auf neuen Wegen Kirche im Aufbruch

Die Kirche im Erzbistum macht sich auf den Weg in die Zukunft. Dabei verlässt sie ausgetretene Pfade, wagt Experimente und probiert Neues aus. Sie entwickelt und erprobt neue Formen der Seelsorge und macht ungewöhnliche Angebote für spirituelle Erfahrungen. Dabei ist sie sich ihrer Weltverantwortung mit dem Auftrag zu diakonischem Handeln bewusst. Das gewachsene Netz von Einrichtungen erweist sich beispielsweise bei der Integrationsarbeit für Flüchtlinge als äußerst flexibel und passt sich an neue Herausforderungen an. Das Erzbistum Paderborn hat drei Fonds eingerichtet. Diese Fonds unterstützen die Gemeinden, Einrichtungen und Initiativen auf ihren neuen Wegen und in ihrem gesellschaftlichen Engagement. Denn gute Ideen sollen nicht am Geld scheitern.

Mitten im städtischen Leben

Zwölf Männer und Frauen sitzen in einer Runde und führen ein ganz besonderes Gespräch. Jeder der Teilnehmer hält eine Karte in der Hand. Darauf steht ein Wort aus einem Gleichnis des Lukasevangeliums, das die Gruppe zuvor gemeinsam gelesen hat. Der Text handelt vom reichen Mann, der seine Schätze horten will, um ein angenehmes Leben zu führen. Jetzt übernimmt jeder eine Rolle – die des reichen Mannes, des Narren, des Kornspeichers –, füllt sie mit dem eigenen Erleben aus und kommt ins Gespräch mit den anderen. Schauplatz dieses „Bibliodramas“ ist ein ehemaliges Ladenlokal in der Fußgängerzone von Bad Driburg. „Haltestelle – Kirche mittendrin“ steht auf der großen Schaufensterscheibe, die den Blick nach innen freigibt und zum Besuch einlädt. Der Pastoralverbund Bad Driburg bietet den Menschen mit dem Raum eine Begegnungsstätte der Spiritualität. Der Standort ist bewusst gewählt. In der Fußgängerzone der Innenstadt kaufen die Menschen ein, sie besuchen den Wochenmarkt, erledigen Behördengänge und Arztbesuche oder bummeln durch ihre Stadt. „Der Ort liegt mitten in der Lebenswirklichkeit der Menschen, wo sie eigentlich nicht mit einem kirchlichen Angebot rechnen“, sagt Krankenhauspfarrer Edgar Zoor, einer der Initiatoren. Zoor fungiert als Begleiter des „Bibliodramas“, aber er ist nur einer von vielen, die das geistliche Zentrum mit Leben füllen. Getragen und betrieben wird die „Haltestelle“ von 20 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihrer jeweiligen Begabung entsprechend das Angebot gestalten. Dazu gehören ein wöchentliches Gebet zur Marktzeit und Exerzitien im Alltag. Das „Café Haltestelle“ lädt zu Begegnung und Austausch bei Kaffee und Waffeln. Ein Raum im Untergeschoss dient Einzelgesprächen und dem regelmäßigen Treff für Trauernde. Innehalten und gleichzeitig Halt finden – mit diesem Angebot spricht die „Haltestelle“ auch Menschen an, die sonst keine kirchlichen Räume aufsuchen.

„Menschen ansprechen, die sonst keine kirchlichen Räume aufsuchen“

Einen anderen Weg zum gleichen Ziel nimmt ein Projekt des Pastoralverbundes Bielefeld-Mitte-Nord-West. Hier hat sich das ehemalige Pfarrhaus von St. Johannes Baptist in einen offenen Treffpunkt verwandelt. Gemeindereferentin Regina Beissel und Pastor Herbert Bittis leben hier und heißen im gast+haus jeden willkommen. „Die Gastfreundschaft war ein zentrales Merkmal der frühchristlichen Gemeinden, das offene Haus der Ausgangspunkt für die Verbreitung des Glaubens. Diese Tradition wollen wir wiederbeleben“, sagt Bittis. Im gast+haus werden neue Formen der Seelsorge ausprobiert: Beim „Wunder vom Butterbrot“ beispielsweise kommen Menschen zu einer Tischliturgie zusammen, die die gemeinsame Mahlzeit mit Beten und Singen verbindet. Neben den Angeboten im gast+haus gibt es Aktionen und Veranstaltungen an öffentlichen Orten in der Stadt Bielefeld. So trifft man sich unter anderem in den Gasthäusern der Stadt zum „Stammtisch – Reden über Gott und die Welt“ oder feiert Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten wie in Museen, Theatern, Möbelgeschäften oder im Bahnhof. Das gast+haus schafft eine neue Verbindung zwischen Glauben und Alltag.

Kirche geht (aus sich) heraus

Die „Haltestelle“ und das gast+haus sind Beispiele für die vielen neuen Wege, die die Pfarreien und Pastoralverbünde einschlagen, um in der heutigen Lebenswelt „anzukommen“ und zu wirken. Diese Welt wird immer mobiler und individueller. Nur wenige Menschen haben heute ein einheitliches soziales Umfeld, in dem sie arbeiten, ihre Freizeit gestalten, sich engagieren und ihre Freundschaften pflegen. „Kirche sein“ findet deshalb längst nicht mehr allein im Kirchengebäude und im Pfarrheim statt. Überall, wo Menschen sich aufhalten und ihr Leben gestalten, hat Seelsorge ihren Platz. Dort spricht sie auch Menschen an, die bislang keinen Kontakt zur Kirche hatten. Das Erzbistum stärkt die Gemeinden darin, Neues auszuprobieren und Experimente zu wagen.

Das 2014 von Erzbischof Hans-Josef Becker eingesetzte Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn ist dafür der Orientierungsrahmen. Und weil gute Ideen nicht an fehlendem Geld scheitern sollen, hat das Erzbistum einen Fonds in Höhe von 3 Mio. Euro eingerichtet, aus dem neue pastorale Projekte gefördert werden. Die Kreativität ist immens: Nahezu 250 Projektanträge von Pfarrgemeinden, Verbänden, Schulen und Orden wurden bis Mitte 2016 eingereicht, 145 Ideen werden bislang mit insgesamt 1,5 Mio. Euro unterstützt.

Offene Räume für den Glauben

Kreativität zeigt sich auch bei der Feier von Gottesdiensten. Wer von Mai bis September sonntags im Freizeitpark Körbecke einen Spaziergang am Ufer des Möhnesees macht, der trifft auf eine Gemeinde, die am Seeufer Gottesdienst feiert.

Die „Kirche am See“ ist ein Angebot der dortigen Pfarrgemeinde Zum Guten Hirten, eine Einladung zum lebendigen Christsein unter freiem Himmel. Hier gibt es keine Kirchentüren, die wie Hemmschwellen wirken können. Das macht sich schnell bemerkbar: Spaziergänger bleiben fragend stehen, beobachten die Messe aus der Distanz – oder gesellen sich dazu und feiern mit. Die Gemeinde unter der alten Eiche am Seeufer setzt sich stets neu zusammen. Die Vorbereitung ist ein Gemeinschaftswerk. Jeder Gottesdienst hat ein eigenes Thema und wird von wechselnden Gruppen aus der Gemeinde vorbereitet und musikalisch gestaltet. „Glück kennt keine Behinderung“ lautete das Motto eines Gottesdienstes, den Menschen mit Downsyndrom mitgestalteten und in dem eine Studentin von den Alltagserfahrungen ihrer ehrenamtlichen Betreuungsarbeit für Kinder mit Behinderung berichtete. Es geht herzlich zu bei der „Kirche am See“. Nach dem Gottesdienst bleibt die Gemeinde noch beisammen, organisiert Fahrgemeinschaften für die Auswärtigen und die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Nachbarort oder singt gemeinsam Lieder.

Der Pastoralverbund Hamm-Mitte-Osten wagt in der Kirche St. Agnes in Hamm ein anderes Experiment, um sich zu öffnen. Er räumte sämtliche Bänke aus der Kirche und schaffte so einen Frei-Raum für neue Erfahrungen. Unter dem Titel „Raum für ...“ spricht er mit meditativen Angeboten, Installationen und Ausstellungen auch Menschen an, die nicht im traditionellen Kirchenmilieu zu Hause sind. Da erkundet ein Pantomime den sakralen Raum und stellt dabei den Lebensweg des Menschen von der Geburt bis zum Tod szenisch dar. Da gibt es am Karfreitag einen getanzten Kreuzweg. Zur Musik von Bach und Dupré versinnbildlicht ein Tänzer die menschlichen Zustände, die sich in der Passion Christi spiegeln: Glück und Lebensfreude, Leid und Trauer, Hoffnung und Zuversicht. „St. Agnes unterscheidet sich von anderen Kirchenräumen, indem er den Besucher herausfordert, sich einen neuen Platz zu suchen und der Versuchung zu widerstehen, sich einzurichten“, sagt Pfarrer Bernd Mönkebüscher. Dass die Menschen die Herausforderung annehmen, zeigen unter anderem die gut besuchten Nachtgottesdienste an jedem ersten Sonntag im Monat. Bei der sogenannten Moonlight Mass feiern Priester und Gemeinde in einem großen Oval im Hauptschiff der Kirche die heilige Messe zusammen. Licht spenden dabei nur die Kerzen, die in der Mitte auf dem Steinboden stehen. Kargheit und Klarheit geben der Messe ebenso wie die Musik von Streichern, Saxofon und Orgel ihren meditativen Charakter.

Damit Glaube gut klingt

Musik und Glaube, das ist eine alte Verbindung. Bach, Mozart, Schubert und Bruckner haben zu ihrer Zeit dem Glauben mit neuen Musikformen Ausdruck verliehen. Heute entstehen neue religiöse Ausdrucksformen. Welche Kraft sie entfalten, war 2014 in Unna beim ersten christlichen Rockund Popfestival im Erzbistum Paderborn erlebbar. Vor 400 begeisterten Zuschauern spielten zwölf Bands unter dem Motto „Louder Than Before“. Doch nicht die Lautstärke zählte, sondern das siebenstündige Programm. Es bot eine Mischung aus Balladen, Rock und Pop – mit tiefsinnigen Songtexten, mit eingängigen Liedzeilen und mit partytauglichen Rhythmen zum Abrocken.

Im September 2016 erlebte das Festival eine Neuauflage und rockte erneut die Gemeinde. Kein Wunder, denn die Musik öffnet in der Sprache der jungen Menschen neue Perspektiven auf Leben und Glauben. Die Songs handeln von Gotteserfahrungen, fragen nach Lebenssinn und Orientierung, singen das Lob Gottes oder sind klingende Gebete. Die christliche Pop- und Rockmusik ist bei der Gestaltung von Gottesdiensten ebenso präsent wie bei Konzerten und auf Tonträgern.

Die junge Musik ist daher ein fester Bestandteil der Jugendseelsorge des Erzbistums Paderborn. Das Erzbistum stellt den Kontakt zu Bands her und hilft bei der Vorbereitung von Konzerten, Jugendgottesdiensten oder Workshops zur Firmvorbereitung. Und es fördert Projekte, die mit Pop- und Rockmusik das kirchliche Leben bereichern wollen. Insgesamt 1 Mio. Euro stellt das Erzbistum in einem Fonds für Christliche Popularmusik dafür bereit. Die Initiative hat auch die vielen jungen Menschen im Blick, die selbst Musik machen wollen. Ihnen bietet der Fonds finanzielle Hilfe bei der Veranstaltung von Konzerten, dem Anmieten von Proberäumen, der Anschaffung von Noten oder der Aufnahme von CDs und Videos. Die Website www.it-sounds-good.de erläutert die Förderbedingungen und hilft bei der Antragstellung. Hier kommen auch junge Leute zu Wort, die ihre Erfahrungen aus Musikersicht schildern. Das Motto bringt es auf den Punkt: „It sounds go(o)d“ – es klingt nach Gott, es klingt gut.

Den Menschen zu Diensten sein

Menschen, die in Not sind, will die Kirche zu Diensten sein. In Not sind jene, die wegen Krieg und Gewalt ihre Heimat verlassen haben und bei uns Zuflucht suchen. In den Gemeinden und Pastoralverbünden tragen viele ehrenamtliche Helfer mit unermüdlicher Arbeit dazu bei, die Flüchtlinge bei uns willkommen zu heißen und ihnen das Leben in unserer Gesellschaft zu ermöglichen und zu erleichtern. Gestützt wird dieses Engagement von den gewachsenen Strukturen der Kirche und ihren Einrichtungen.

Ein Beispiel: das Collegium Bernardinum in Attendorn. Das Erzbischöfliche Internat für Jungen hat 18 unbegleitete Jugendliche im Alter zwischen neun und 17 Jahren aufgenommen. Sie waren ohne Eltern aus den Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens nach Deutschland gekommen. Im Internat finden sie nicht nur eine Unterkunft, sondern werden in der Schule und in der Nachbarschaft integriert. Die Pfarrei Heilige Dreikönige hat ihren Jugendtreff für das Downtown Café unter der Leitung ihres Gemeindereferenten zur Verfügung gestellt.

Dazu wurde eine Erzieherin eingestellt, die die jungen Menschen begleitet. In einer Aufbauklasse lernen sie Deutsch und Englisch. Dabei hilft das benachbarte St.-Ursula-Gymnasium. Die Internatsschüler, deren Eltern und die Nachbarschaft sorgen mit großem Engagement für individuelle Hilfe und soziale Kontakte.

Im Erzbistum Paderborn übernimmt der Diözesan-Caritasverband eine zentrale Funktion in der Flüchtlingsarbeit. Mit seinem Know-how und seinem Netz von Beratungseinrichtungen koordiniert und unterstützt er die Aktivitäten vor Ort und leistet die nötige Vernetzung der Initiativen. Dazu wurde die Fachabteilung für Migration um 30 Stellen aufgestockt. Und in den Orts-Caritasverbänden koordinieren 80 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigene Hilfsmaßnahmen und sorgen dafür, dass die Infrastruktur in den Dienst der Initiativen vor Ort gestellt wird.

Zuflucht in einem sicheren Hafen

Der Caritasverband Dortmund betreibt seit November 2015 im Auftrag der Stadt im Dortmunder Hafen eine „Arche Noah“ für Flüchtlinge. Hier bieten zwei ehemalige Flusskreuzfahrtschiffe bis zu 180 Flüchtlingen eine Heimat auf Zeit. Die Bewohner kommen aus zwölf Ländern, die meisten aus Syrien und Afghanistan. Die Caritas organisiert die Unterbringung und Betreuung. Zusätzlich engagieren sich viele Bürgerinnen und Bürger für die Begleitung und Integration der Flüchtlinge. Sie helfen bei Behördengängen und bei der Wohnungssuche, organisieren Spieleabende, begleiten die Flüchtlinge zu Kulturveranstaltungen und anderen Unternehmungen in der Stadt und versorgen sie mit Kleidung. Und auch der Sport kommt nicht zu kurz: Die Fußballmannschaft „Welcome United Hafen“ gewann 2016 sogar den Dortmunder Nordstadt-Cup. Die Pfarrei Heilige Dreikönige hat ihren Jugendtreff für das Downtown Café unter der Leitung ihres Gemeindereferenten zur Verfügung gestellt. Hier treffen sich Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer bei Kaffee und Kuchen, spielen Billard, Tischtennis und Tischkicker, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer geben Deutschkurse.

Das Engagement kirchlicher Initiativen für die Flüchtlingshilfe ist breit gefächert und voller Ideen. Allein die Zahl der Anträge auf finanzielle Unterstützung durch den Flüchtlingsfonds macht das deutlich: Rund 650 Anträge sind bis Mitte 2016 eingegangen, mehr als 2 Mio. Euro sind in die Projekte geflossen, um Sprachkurse durchzuführen, Rechtsanwälte, psychologische Betreuung und Dolmetscher zu bezahlen, Unterkünfte auszustatten, Willkommensfeste zu organisieren und Internetcafés einzurichten. Erzbischof Hans-Josef Becker hat den Flüchtlingsfonds im Herbst 2014 bereitgestellt: Anfangs mit 1 Mio. Euro ausgestattet, wurde er inzwischen auf 3 Mio.Euro aufgestockt.

Ein Zeichen setzen, dass wir miteinander leben wollen

In der Flüchtlingsarbeit bewährt sich die Kraft des Ehrenamtes aufs Beste, denn sie macht gleichzeitig das „Kirchesein“ in der Welt von heute bewusst. Das zeigt sich in vielen Gemeinden des Erzbistums, etwa in Kamen.

In der Haupteinkaufsstraße der Stadt hat der Engagierten-Treff Asyl der katholischen Kirche in Kamen (EnTrA) mit Mitteln des Flüchtlingsfonds ein Ladenlokal angemietet. Es dient als Orientierungspunkt vielfältiger Aktivitäten in der Flüchtlingsarbeit. Im O-Punkt berät EnTrA in Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Mensch Kamen und dem Caritasverband des Kreises Unna Flüchtlinge und informiert Bürger, die sich als Paten engagieren wollen. Der Wartebereich, die Spielecke und die drei Beratungsplätze sind zu den Sprechzeiten oft voll besetzt. Ein Ehepaar sucht Rat, wie es nach der Ablehnung des Asylantrags weitergehen soll. Ein junger Mann aus Syrien bittet um Hilfe, weil der Nachzug seiner Familie nicht gelingen will. Um Fragen wie diese kümmern sich im O-Punkt 20 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sorgen dafür, dass sich die Flüchtlinge in der deutschen Gesellschaft zurechtfinden, etwa im Dschungel der deutschen Arbeitsverwaltung und -vermittlung. Sie erklären Mietverträge und helfen beim Antrag auf Sozialleistungen, bei der Anmeldung in Kindergarten und Schule oder beim Asylverfahren selbst.

„Wir setzen ein Zeichen, dass wir miteinander leben wollen“, sagt Pastor Meinolf Wacker, der Initiator von EnTrA. In Kamen leben rund 1.000 Flüchtlinge. Der O-Punkt ist nur eines von vielen Angeboten und Engagements des Pastoralverbunds Kamen-Kaiserau in der Flüchtlingsarbeit. Neben dem Paten-Netzwerk bietet EnTrA Freizeitangebote und hilft bei der Wohnungssuche. Neben der Kleiderstube der Caritas lädt das Klamotten-Café zur Begegnung bei Kaffee und Kuchen. Mehr als 20 ehrenamtliche Helfer, darunter auch Flüchtlinge, sind bei der Möbel- und Umzugslogistik aktiv. Zwölf ehemalige Lehrerinnen und Lehrer geben im Gemeindezentrum Deutschunterricht, während im Nebenraum Erzieherinnen die Kinder der Teilnehmer betreuen.

„Über den diakonischen Dienst entwickelt sich hier die Kirche an ihren Rändern neu“, sagt Pastor Meinolf Wacker. „Wir sind das Salz der Erde. Und Salz muss sich auflösen, wenn es wirken soll.“

„Über den diakonischen Dienst entwickelt sich die Kirche neu.“