Vorwort

Vorwort Damit Glaube bewegen kann

Zum Christsein gehört es, in der Welt zu wirken. Der Glaube findet nicht allein in der Feier der Liturgie seinen Ausdruck. Die Verkündigung des Wortes Gottes äußert sich vor allem auch im Handeln, in der Hinwendung zu den Menschen. Seelsorge und Caritas bilden deshalb ebenso wie Bildung und Erziehung grundlegende Aufgaben der Kirche. Das Erzbistum Paderborn unterhält dafür eine gewachsene Infrastruktur mit Schulen, mit sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen. Gemeinsam mit der seelsorgerischen und caritativen Arbeit der Pfarrgemeinden und Pastoralverbünde wirkt die Kirche damit weit in die Gesellschaft hinein und übernimmt dabei auch gesamtgesellschaftliche Aufgaben.

Diese Infrastruktur trägt sich nicht von selbst. Sie will erhalten und weiterentwickelt werden. Denn die sich wandelnde Lebenswirklichkeit der Menschen erfordert Anpassungen. Dazu gehören auch aktuelle Herausforderungen wie etwa der Zuzug und die Integration von Flüchtlingen, denen sich die Gesellschaft und damit auch die Kirche stellen muss. Das erfordert erhebliche finanzielle Mittel.

Der vorliegende Finanzbericht informiert ausführlich über die Finanzen des Erzbistums Paderborn im Jahr 2015. Er legt dar, welche Geldmittel verfügbar sind, woher das Geld kommt und wofür es verwendet wird. In der Bilanz gibt der Bericht Auskunft über das Vermögen, das die Leistungen der Kirche ermöglicht und für die Zukunft absichert.

Das Erzbistum Paderborn verfügt über die Finanzmittel, um das breite Spektrum an Aufgaben erfüllen zu können, die Kirche als ihren Auftrag versteht. Rund 480 Millionen Euro hat das Erzbistum im Jahr 2015 für diese Aufgaben aufgewendet, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Den überwiegenden Teil dieser Summe haben die Gläubigen unserer Diözese durch ihre Kirchensteuerbeiträge aufgebracht. Dafür herzlichen Dank!

„Aktuelle Herausforderungen erfordern erhebliche finanzielle Mittel.“

Diese Beiträge unterstützen die Pfarrgemeinden und Pastoralverbünde auch dabei, in der Seelsorge neue Wege zu gehen. Auf den folgenden Seiten veranschaulichen einige konkrete Beispiele, wie die Kirche ihre traditionellen Räume verlässt, Experimente wagt und mit ungewöhnlichen Angeboten die Menschen erreicht. Neue Wege beschreitet die Kirche auch bei der Betreuung, Begleitung und Integration von Flüchtlingen. Auch dafür stellt dieser Bericht Beispiele vor. An ihnen wird deutlich, welchen Beitrag das Netz kirchlicher Einrichtungen leistet.

Allen Aktivitäten ist eines gemeinsam: Sie sind getragen vom großen Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In ihrer täglichen Arbeit zeigen sie, was Glaube bewegen kann. Umso wichtiger ist es, dass sie sich auf ein sicheres, tragendes Netz verlassen können.

Wir sind froh, dass das Erzbistum Paderborn über die Finanzmittel verfügt, damit die Kirche auch in Zukunft ihre Aufgaben erfüllen kann.

Paderborn, im September 2016

Alfons Hardt                Dirk Wummel
Generalvikar                Hauptabteilungsleiter Finanzen